Einladung an die #gruppe42

Hallo, liebe Gruppe 42.

Es freut mich zu lesen, dass sich die Piraten, die Kernthemen bearbeiten wollen, endlich organisieren und ansprechbar machen. Ich hätte mich natürlich gefreut, eingeladen oder auch angesprochen zu werden, weniger wegen meiner Eitelkeit, eher durch meine Tätigkeit als Vorsitzender des Ausschusses für digitale Verwaltung, Datenschutz und Informationfreiheit im Abgeordnetenhaus von Berlin.

Anyway, wir haben tatsächlich deutlich zu wenig Piraten, die Kernthemen machen. Außerdem haben wir deutlich zu wenig Piraten mit parlamentarischer Erfahrung. Und wir werden deutlich mehr Piraten mit parlamentarischer Erfahrung brauchen.

Ich habe mir die Erstunterzeichnerliste der Gruppe 42 angeschaut und bin auf Personen gestoßen, die mir zuwider sind (zum Glück nur ein Extremfall). Und auf  Personen gestoßen, die ich für fähig und kompetent halte.

Also, liebe Gruppe 42, hiermit lade ich euch zur Mitarbeit ein. Ja, mitarbeiten, Kernthemen, Netzpolitik – in dem Ausschuss für Piratenthemen in einem deutschen Landesparlament!

Es gelten folgende Regeln:

  • Erfolg fällt immer auf die Person zurück, die gearbeitet hat, nie auf die Gruppe.
  • Misserfolge fallen immer auf die verursachende Person und die Gruppe zurück.
  • Es gibt Arbeitsaufträge.
  • Falls ihr was einbringen wollt, muss es vorher erfolgreich im Liquid Feedback abgestimmt werden.

Ich, mein beratendes Ausschussmitglied (Simon Weiss) und mein Fachreferent freuen sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit.

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Was habe ich angezogen, als ich im Winter über die Alpen gefahren bin.

Ich wollte Motorradfahren. Jetzt. Auf trockenen Straßen und geilen Kurven. Das geht im Februar in Berlin schlecht. Also musste ich woanders hin. In den Süden. Eine kurze Anfrage an die DB-Autozug ergab, das es die ideallösung (Berlin-Bozen) nicht mehr gab, also hab ich mich auf die Warteliste setzen lassen. 2 Tage später ein Rückruf, es gäbe noch Plätze von Berlin nach Schwarzach und von Innsbruck nach Berlin. Hab’ ich “ja” gesagt. Damit stand fest, ich muss über die Alpen. Zwei mal.

Habe dann, als ich unterwegs war, eine Bilderstrecke gemacht, die zeigt, wie viele und was für Schichten ich übergezogen hab, um das zu überleben.

Wichtig ist, 5 minuten vor dem Ankleiden die Fenster aufzumachen und gut abzukühlen, sonst schwitzt man sich bereits auf halben Weg zu Tode.

Der Ausgangspunkt, Socken und Unterwäsche, T-shirt.

Darüber eine praktische Thermounterhose, die ich mir mal zum Winterfahrradfahren bei Camp4 an der Stalinallee gekauft habe.

Als nächste die Unterwäsche aus Merinowolle, soll auch warm halten.

Unten deutlich zu sehen, lange Socken, fast Kniestrümpfe aus Funktionstextil.

Der Trick: eine Rettungsdecke, die mich untenrum noch mal vor Kälte schützt.

Da kommt dann die Motorradhose rüber.

Dazu dann ein Nierengurt.

Und Wollsocken.

Und dann kommen auch schon die Stiefel. Da hab’ ich mir ein paar fette Reiseendurostiefel gekauft, weil die so groß und verstellbar sind, das ich da auch mit 3 Paar Socken reinpasse. Außerdem sind die deutlich steifer als meine anderen Stiefel, das gibt zusätzliche Sicherheit.

Obenrum ist noch viel potential, also eine Fleecejacke, die neue von der Fraktion.

Dann eine Rukka Windstopperjacke.

Die Sturmhaube mit Lätzchen und Kragen war sehr hilfreich, ich musste sie Streckenweise (bei unter -10°C) noch mit einem Tuch verstärken.

Und am Schluß dann die Motorradjacke.

Damit ist dann nicht Schluß, ich bin damit dann 20-50km durch die Kälte gefahren, um wieder ein wenig abzukühlen und dann noch einmal einen Regenschutz überzuziehen.

Als ich dann durch Österreich zurück gefahren bin und es -10 bis -15°C waren, hat es gereicht, alle 70-100km anzuhalten um mich aufzuwärmen.

Weitere Hilfmittel:

  • Die dicksten kaufbaren “Paarhufer” Handschuhe.
  • Lenkerstulpen.
  • Heizgriffe.

Wenn ich so was noch mal machen werde, dann besorge ich mir glaub ich noch Heizsocken, weil die Füße das erste waren, was kalt wurde.

Fazit: Winterfahren als Selbstzweck ist mir zu krass, aber wenn es ein Ziel gibt, ist alles machbar.

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abbestellt

Abbestellt: Zeitschrift: “berlin vis.à.vis”, vierteljährlich, € 4,70.

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Mein alter Herr wird langsam cool

Hintergrund: Er ist Gärtner im Ruhestand und las in der dega Galabau 11-2011 in einem pro Urheberrecht Kommentar von Tjards Wendebourg:

Absatz pro urheberrecht dega galabau 11-2011

Ich sagte ihm, dass man sowas nicht ernst nehmen darf und ich nicht glaube, dass wir irgendwelche rechtlichen Schritte einleiten werden.

Heute flatterte mir das in Kopie rein:

Sehr geehrter Herr Wendebourg!

Ihre Ausgabe steht unter dem Motto: Marketing: Auffallen ist erst mal alles. Den Rest kann ich nicht lesen, darauf klebt meine Adresse. Durch Auffallen kann man in erster Linie neue Kunden gewinnen. Von einem Marketing-Spezialisten habe ich einmal gelernt, noch wichtiger als die Werbung neuer Kunden ist es, die alten Kunden bei Laune zu halten und an  den Betrieb zu binden.
In Ihrem Kommentar schreiben Sie, daß sich die Piratenpartei darüber definiert, den Wert von dem, was im Kopf entsteht und unantastbar bleibt, zu ignorieren.
Zu Ihrer Information füge ich einen kurzen Absatz aus deren Parteipogramm ein.
Wir erkennen die Persönlichkeitsrechte der Urheber an ihrem Werk in vollem Umfang an. Die heutige Regelung der Verwertungsrechte wird einem fairen Ausgleich zwischen den berechtigten wirtschaftlichen Interessen der Urheber und dem öffentlichen Interesse an Zugang zu Wissen und Kultur jedoch nicht gerecht. Im Allgemeinen wird für die Schaffung eines Werkes in erheblichem Maße auf den öffentlichen Schatz an Schöpfungen zurückgegriffen. Die Rückführung von Werken in den öffentlichen Raum ist daher nicht nur berechtigt, sondern im Sinne der Nachhaltigkeit der menschlichen Schöpfungsfähigkeiten von essentieller Wichtigkeit. Es sind daher Rahmenbedingungen zu schaffen, welche eine faire Rückführung in den öffentlichen Raum ermöglichen. Dies schließt insbesondere eine drastische Verkürzung der Dauer von Rechtsansprüchen auf urheberrechtliche Werke unter die im TRIPS-Abkommen vorgegebenen Fristen ein. 
Ich stimme nicht allem zu, was die Piraten über Patente und Urheberrechte sagen, Sie aber werden der Sache in keiner Weise gerecht. Ihr Kommentar ist doch einfach eine böswillige Verleumdung. Entweder wollten Sie damit auffallen, oder Sie haben die 5 bis 10 Minuten gespart, die Sie brauchen um sich zu informieren, weil sich das für die dummen Gärtner sowieso nicht lohnt. Auf jeden Fall war das keine anständige Arbeit, mit der man Kunden hält.
Sie brauchen nicht mit rechtlichen Schritten der Piraten zu rechnen, dafür ist Ihre Bedeutung zu gering.
Ich selbst hab etwas gegen lästige Werbung.
Es gibt da einen Spruch von Carmen Sylva: Die Dummheit drängt sich vor, um gesehen zu werden; die Klugheit steht zurück, um zu sehen.
Ich habe genug von DEGA. Lassen Sie mein Abonnement auslaufen und schreiben Sie was Sie wollen. Ich werde es nicht mehr lesen und mich nicht mehr darüber ärgern.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Morlang

cool, oder?

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imagetests

Twitter macht mehr Spaß mit Bildern. Punkt. Nun bieten diverse Clients sogar eine Auswahl, zu welchem Anbieter man die Bilder hochladen kann. Fand ich natürlich blöd, habe doch selbst einen Webserver und versuche, die Idee vom Web 2.1 zu leben.

Habe dann bei Tweetbot in der Konfiguration die “Custom image URL” gefunden und endlich mal die Zeit gefunden, mich damit oberflächlich zu beschäftigen.

Was ich gefunden habe, war eine Menge an WordPress plugins, mit denen ich mein Blog zur Gegenstelle ausbauen kann, wo dann die Bilder, die ich twittern will, gehostet werden.

Benutzt habe ich dann “Tweet Images“, das funktioniert mit der iPhone Twitter App und mit Tweetbot und packt alle Bilderuploads in eine Kategorie.

Für Anregungen und bessere Lösungen bin ich natürlich dankbar.

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lobbyfoo

Es stapeln sich in meinem Postfach Einladungen zu allen möglichen Veranstaltungen, daher werde ich in Zukunft versuchen, die Einladungen und Angebote zu scannen und online zu stellen, auch mit dem Hinweis, ob ich sie angenommen habe.

Die erste Handlung war, der Wirtschaftswoche mitzuteilen, dass ich ihr Geschenk von 5*12 Ausgaben im Wert von 5*210€ ablehne.

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Notiz TP-Link 741nd tftp flash und serielle console

Serielle auf 115200, mit printenv ip config nachschauen, ggf. mit setenv anpassen. tftpserver starten. (Auf mac: http://www.czaplinski.net/blog/Site/Blog/9FA4CF0F-6FF5-4715-AEE2-1AED6FB28277.html)

  • erase 0xbf020000 +7c0000
  • tftpboot 0x80000000 openwrt-ar71xx-tl-wr741nd-v1-squashfs-factory.bin
  • cp.b 0x80000000 0x9f020000 0x3c0000
Update: Patrick aus Pberg hat mich auf die Sammlung hingewiesen.
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Notizen zur Pressekonferenz zum Staatstrojaner

Am So., den 9.Oktober gab es eine Pressekonferenz zum Thema Staatstrojaner auf dem Landesparteitag der Piratenpartei Schleswig-Holstein.

Statt mich mit den handwerklichen Fehlern der Software zu beschäftigen, habe ich ein paar grundsätzliche Thesen vertreten. Damit diese auch außerhalb der Presse nachzulesen sind, veröffentliche ich sie an dieser Stelle:

Die digitale Privatsphäre und Intimsphäre ist inzwischen verteilt auf
den/die privaten Rechner und das Internet, allein schon durch Nutzung
von Datenabgleich über das Internet.
Bei der Überwachung eines Rechners ist es nicht möglich, zwischen
Telekommunikation nach außen und Telekommunikation innerhalb der
digitalen Privatsphäre zu unterscheiden.

Der Staatstrojaner ist daher vergleichbar mit einer permanenten, geheimen
Hausdurchsuchung.  Diese lässt der Rechtsstaat nicht zu und wird sie auch
nicht zulassen.

Daraus folgt: keine Infiltration privater Rechner, Server, die in die
digitale Privatsphäre einbezogen sind, müssen denselben Schutz
genießen (Email, Beschlagnahmung, etc.).

Dem staatlichen Handeln müssen klare Grenzen gesetzt werden.

Außerdem:

Schadsoftware kann keine Beweise liefern, da sie der Beweis dafür ist,
dass der Rechner kompromittierbar ist und daher die “Beweise” von Dritten
erzeugt werden können.

Die Schadsoftware kann selbst auch für diesen Zweck genutzt werden.

Fazit: Hier wird Technologie entwickelt, die in einem Rechtsstaat nicht eingesetzt werden kann.

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web 2.1, der Kalender.

Wie ich ja schrieb, ich will das Web 2.1 und ich will einen Kalender.

Auf meinem Mac. Und auf meinem iPhone. Ok, bisher kein Problem, Kabel stecken und alles geht stressfrei. So bin ich das von Apple auch gewohnt und bisher war ja auch alles gut.

Nun habe ich inzwischen (seit mehr als 2 Jahren) ein Netbook, welches mit Ubuntu läuft. Ich liebäugele mit einem Android Endgerät. Manchmal bin ich ohne Rechner unterwegs, dann ist ein Webinterface cool. Adressen habe ich auch Unmengen, die wollen auch synchronisiert werden.

Ich möchte es auf meinem Server machen. Und, das mag komisch klingen, ohne PHP. Diese Blog ist in PHP geschrieben und wird früher oder später umgestellt, am liebsten auf etwas in Python. Aber das ist ein anderes Thema, falls da jemand Tipps und Ideen hat, bitte in die Kommentarfunktion.

Folgende Kalenderserver habe ich gefunden:

Bedework:

Bedework ist ein Monstrum. Postgresql, ApacheDS als LDAP, tomcat, etc. und schnell sind 4-6 GB RAM weg. Grundsätzlich ein tolles Tool, für den Landesverband, aber selbst dafür deutlich oversized. Um meine 4 Endgeräte zu syncen plus webinterface noch viel mehr.

Dingo:

Hat kein Webinterface. Wird nicht mehr gepflegt.

mod_caldav:

Leider kein Webinterface. Sieht auch nicht wirklich gepflegt oder ausgereift aus.

Radicale:

Ist radikal. Die Aussage liest sich für mich so: “Wir machen nur nach RFC und supporten nur Open Source Clients, der Rest der Welt geht uns am Arsch vorbei.” Schade.

Scalix:

Riecht komisch. Ehrlich, mir ist irgendwie unklar, ob/wie das Open Source ist, was damit war, was noch kommt usw. Nicht weiter angeschaut.

Zimbra:

Kommerz. Noch so ein Monster. Die coolen Syncfeatures gibt es nur gegen Geld. Vielleicht hätte ich es mir anschauen sollen. Vielleicht auch nicht. Kann halt mehr als Adressbuch und Kalender. Falls ich mal mit meiner jetzigen Lösung unzufrieden bin, dann schau ich es mir ggf. mal an.

Cosmo Server:

Den hab ich dann endlich auch benutzt. Ein java/tomcat Monstrum, aber das ging sogar. Habe dann meine Kalender importiert und das Teil benutzt. Adressen und Carddav kann es nicht. Dann hab ich meinen Mac geupdated und nichts ging mehr. Dann (erst) ist mir aufgefallen, das die Software kaum noch gepflegt wird, die Dokumentation deutlich grütziger ist, als ich dachte und das Vorhaben, mit aus dem svn “was frisches” zu bauen auch nicht so einfach ist. Habe dann noch lange das Webinterface benutzt, aber nur Webinterface suckt halt auch.

Darwin Calendar Server:

Habe ich auch ausprobiert. Ist hauptsächlich in Python geschrieben, was grundsätzlich erst mal cool ist. Hat kein Webinterface, aber durch das implizite “Apple” auch das versprechen, das ich zumindest mit meinem Mac wieder Syncen kann. Und dann vielleicht auch mit Thunderbird. Funktionierte auch am Anfang, aber auch nur auf dem Mac. Das Carddav Zeugs hab ich nie hinbekommen, die Doku ist grottig und es fing an, immer mehr nicht/schwer reproduzierbare Fehler zu schmeissen und Termine zu verlieren.

SOGo:

Ok, jetzt bin ich bei den Groupware Produkten angekommen. Und das Teil ist echt ein Exot: es ist mit GNUStep gebaut. ja, genau, GNUStep, von NeXTStep. Steckt auch in OSX drin, das Zeug. Konfiguriert sich über “default write sogod blafairgendwas=wert”. Verlangt nach ‘ner Datenbank und kann mit LDAP. Lebt hinter einem reverse-Proxy, bei mir ist das ein Apache. Ich hab mir dann wirklich die Mühe gemacht, OpenLDAP zu lernen und zu installieren, aber auch nur, weil ich das schon lange auf meiner ToDo Liste hatte und ich auch meine anderen Dienste dagegen authentifizieren lassen will. Macht es dann einfacher, Dienste für Freunde anzubieten, aber das ist ein anderes Thema. Nach einer LDAP Pause und ein wenig gefrickel funktionierte dann das Webinterface und ist einfach großartig. Es kann Doppelklicks und Kontextmenüs, ich kann Termine einfach mit der Maus verschieben, der Mailclient bedient sich wie Thunderbird und ich war erst mal positiv überrascht. Dann (mal wieder) alle Kalender im iCal gebackuped, gelöscht, den CalDAV Account angelegt und wieder importiert. Es funktioniert. Immer noch. Dann die Farben im iCal geändert und die nächste positive Überraschung erlebt, im Webinterface haben sich die Farben mit geändert. Den Account im iPhone angelegt und meine Kalender waren da. Meine Kontakte gesichert, im Adressbuch den Account angelegt, was ein wenig hakelig war und die Kontakte kopiert. Hat auch funktioniert. Im den Account eingerichtet und mich gefreut. Dann auf mein Sorgenkind geschaut, das Ubuntu Netbook. Es gibt eine SOGo-CardDAV Thunderbird extension und mit der hatte meine Thunderbird Adressbuch plötzlich meine Kontakte. Ich bin fast in die Hose gekommen. Außer dem gibt es eine Lightning Variante, die funktioniert. Ich musste zwar jeden Kalender einzeln anlegen, aber ich habe Kalender auf meinem Netbook. das hat (bei mir) vorher noch nie funktioniert. Sogar Evolution kann Kalender und Adresse syncen, zumindest wenn es gute Laune hat.

Fazit:

Bisher bin ich zufrieden. Als nächstes werde ich Funambol und den Funambol-Connector installieren, dann sollte es auch mit Android gehen, allerdings gibt es auch eine App, die Android mit dem Server verbindet, an der Stelle interessiert mich der Vergleich zwischen den beiden Herangehensweisen. Es funktioniert flüssig, der Speicherverbrauch hält sich in Grenzen, das Webinterface ist bedienbar und es hat noch keinen Fuckup erzeugt. Und es sieht so aus, als ob es im Bedarfsfall massiv skalieren kann.

Falls es dabei bleibt, kann ich das nächste Projekt angehen: iFolder.

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web 2.1 oder "Die Communitycloud"

Was ist eigentlich dieses Web 2.1 und warum will ich das.

Als erstes muss ich sagen, das ich nur sehr zögerlich und sehr skeptisch bei dem mitmache, was vor Ewigkeiten mal Web 2.0 genannt wurde:

  • myspace
  • facebook
  • flickr
  • twitter
  • etc.

Dazu gibt es dann noch etliche praktische Dienste, die alle möglichen Daten syncronisieren können:

  • Booksmarks
  • Termine
  • Adressen
  • Notitzen
  • Dateien
  • etc.

Während ich bei der ersten Gruppe nur skeptisch bin, die Dienste aber mehr oder weniger verantwortlich nutze, habe ich mit der zweiten Gruppe ernsthafte Probleme. Hier geht es um Daten, die nicht nur privat sind, sondern auch vertraulich. D.h., diese haben im Netz einfach nichts zu suchen, schon gar nicht bei Dienstleistern, deren Geschäftsmodell darin besteht, meine Daten zu Rendite zu verwandeln.

Andererseits nimmt der Leidensdruck langsam, aber stetig zu: ich habe inzwischen neben meinem Macbook noch ein Ubuntu Netbook, möchte neben meinem iPhone auch ein android haben und möchte alle möglichen Daten zwischen den Geräten abgleichen.

Ich möchte morgens einfach das passende Gerät für den Tag einpacken, ohne mir darüber Gedanken machen zu müssen, ob ich alle nötigen Daten mit habe.

Außer dem ist die Geschäftspolitik der Firma Apple eine Bedrohung, so das ich ein zweites Standbein haben möchte.

Und was hat das alles mit web 2.1 zu tun?

Web 2.1 bedeutet für mich, die Annehmlichkeiten der Bunten Web 2.0 Welt in funktionieren und in der “Communitycloud” zu haben.

Für einige Dienste hab ich das schon seit Jahren:

  • DNS
  • Mail
  • Blog
  • Web

Ich betreibe zwei Nameserver, auf denen meine Domains und subdomains von anderen aufschlagen, einige Domains werden wiederum per Zoneupdate von Freunden betreut.

Aufwendig, liebhaberei, bis vor kurzem hatte ich nur einen, die backupserver waren auf Rootservern von Freunden gehostet. Nicht wirklich nötig, so lange man eine einfache Regel befolgt:

Hoste deine Domains immer bei einem anderen Anbieter als deine Server.

Was du mal Ärger mit deinem Hostingabieter hast, dann kannst du schnell und bequem deine Dienste zu einem anderen Anbieter umziehen und die Domains umstellen, dein Hostinganbieter kann dich in diesem Fall nicht mit der drohenden Abschaltung unter Druck setzen.

Mail selbst zu betreiben ist extrem sinnvoll, da man beim eigenen Mailserver keine Abhörschnittstelle bereitstellen muss, hat aber auch enormes potential für Fuck-Ups. Kann man auch genau so gut bei befreundeten Nerds machen. Hat viele andere Vorteile, z.B. ist meine Postfach nur durch die größe der Festplatte des Servers begrenzt, in meinem Falle 200GB. Da machen große Mailanhänge auch keine Probleme.

Das Blog ist ein WordPress. Punkt. Wenn ich ein Plugin will, dann tut das. Egal was ich will, es gibt keinen Anbieter, die mich einschränkt und dann, wenn es lustig wird, die Hand aufhält. Auf der Kiste, auf der das Blog läuft, sind noch 16GB frei, wenn das knapp wird, dann frag ich nach Platz.

Kein Anbieter, der aus künstlicher Verknappung von Resourcen ein Geschäftsmodell macht.

Und was ist mit Web?

Mein Webserver ist ein klassischer Apache, mit vielen Modulen. Irgendwas mit ruby? kein Problem. Ein seltsames perl-script? Keine Frage! Nebenbei noch ein wenig Versionsverwaltung? Projekt Management? Kein Thema, subversion und trac sind schnell installiert.

Kein Bausteinsystem, bei dem man für den Baustein extra bezahlen muss.

Community Cloud, oder “wie viele Server braucht man dafür?”

Grundsätzlich keinen! Das meiste läuft irgendwo auf den Servern von Freunden und Bekannten mit, ein FreeBSD jail hier, eine Xen Dom-U dort, ein paar Domains bei Nameservern von Freunden, ein wenig auf dem eigenen Rootserver.

Dafür stehen meine Resourcen wiederum Leuten zur Verfügung, die mich kennen und “mal eben” irgendwas brauchen.

Es bildet sich ein Geflecht, in dem alle allen Hosting und Dienste zur Verfügung stellen, die Communitycloud.

Seit ein paar Tagen steht mein neuer Server im Rechenzentrum des IN-Berlin und ich kann endlich Dienste aufsetzen, die so speicherhungrig sind, das ich sie Freunden und Bekannten nicht zumuten kann. Und natürlich alle anderen möglichen “Spielzeuge”:

  • Tomboy sind die praktischen digitalen Haftnotizen, gibs für Linux, Apple und Windows. Syncronisiert über die Ubuntu Cloud, oder über meinen Tomboy Server, Wenn du willst, dann klickst du dir einen Account.
  • Firefox 4.0 hat das Firefox sync plugin eingebaut, statt über Mozilla zu syncen, syncronisiere ich über meinen Firefox sync Service. Accounts gib’s auf Zuruf.
  • Im Moment benutze ich den Cosmo Server vom Chandler Projekt als meinen Kalender, da der aber nicht wie gewünscht mit meinem Apple tut, werde ich bald etwas anders installieren.
  • Statt Dropbox gibt es iFolder, dort kann man die für den Server benötigte Softwareherunterladen und selbst installieren, nach dem Kalender mein nächstes Projekt.

Was kommt danach?

  • Statt Twitter gibt es identi.ca, die Software dahinter ist status.net, eine open source microbloging server Software nach dem microblogging standard.
  • Chatten kann man auch über einen eigenen Jabberserver, OpenFire z.B.
  • Verbinden kann man das mit RSS, Atom, XMPP, etc.

Fazit:

Mein digitales Leben ist in der Cloud. Der meines Freundeskreises, nicht der eines Anbieters. Wir helfen uns gegenseitig. Wir helfen anderen, die das mit der Technik nicht so toll können. Wir praktizieren freies und selbstbestimmtes digitales Leben. Und jeder kann damit anfangen. Sollte es auch. Möglichst jetzt sofort.

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