Urlaub, Pyrenäen, Tag 12

Tag des Planungsfails. Erstens bin ich zu spät los für die geplante Strecke, zweitens war mal wieder viel zu viel Frankreich dabei. Landschaftlich war die französische Seite grandios, aus Fels gehauene Straßen, malerische Täler. Wenn nur diese Straßen nicht wären.

Straße in den Bergen in Südfrankreich.

Hab Tomtom von “kurvenreiche Strecke” auf “Autobahn vermeiden” gestellt, um langsam der Rollsplithölle zu entkommen. Dann in Spanien 2 Wegpunkte und damt 150-200km übersprungen und Cadaques Als Ziel angegeben, wieder mit Kurvenreicher Strecke. Von Puigcerda an wurde es wunderschön. Die Landschaft immer karger, die nächste Kreuzung 40km vorraus, die Straße glatt und kurvig, kaum Verkehr, ein wundervoller zweiter Teil des Tages. In der Ebene gab es dann alle 2-3km Kreisverkehre, aber die letzten km vor Cadaques noch mal ein paar Kurven, leider voller kriechender Autos. Irgend jemand muss den Fahrern mal klarmachen, das sie mit ihren vier Räder deutlich schneller in die Kurve gehen können, als sie sich jetzt trauen.

Strecke:

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Urlaub, Pyrenäen, Tag 11

Aufbruch nach Osten.

Ich will ja noch zum Mittelmeer, zumindest ein mal kurz ins Wasser. Außer dem noch mal Cadaqués anschaun. Also nach Osten. Vielleicht bis nach Andorra.

Zusammenfassung: Es war kalt, hoch, nebelig, weit und wunderschön.

Ich bin durch Wolken gefahren, mit Sichweiten von 5-10 Meter. Bis auf 2000m Meter hoch. Angenehm kühl war es, bis ich dann nach Andorra kam.

Andorra war komisch. Ok, eine große Strasse, die einmal durch führt. Aber nur ein Mobilfunkprovider, und bei dem geht das roaming nicht. Die Kontaktdaten der Andorranischen Piraten haben auch nicht funktioniert. Zumindest ist meine Wäsche jetzt sauber.

Strecke:

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Urlaub, Pyrenäen, Tag 10

Neue Reifen, neues Glück. Habe vor Freude natürlich vergessen, die GPS Aufzeichnung zu starten. Ist mir dann auf einem Pass aufgefallen. Außerdem ist mir aufgefallen, dass einer der Wege, die weiter nach oben führen, nicht abgesperrt war. Laut Karte führt der bis zu einem Gipfel, in ca. 1500m Höhe. Also diesmal Rollsplitt, Schotter etc. bewusst in Kauf genommen. Zur Belohnung gab es eine fette Aussicht, mit Blick von oben auf ein Wolkenmeer in Frankreich und reichlich blauen Himmel.

Wolken von oben

Dort hab ich dann gegessen, ein kleines Picknick auf höchstem Niveau. Danach weiter zu der Badestelle, die ich auf dem Weg Richtung Westen gefunden hab, dort kaltes Wasser genossen, in der Sonne rumgesessen und gelesen. Als es abkühlte und windig wurde, hab ich zusammengepackt und bin weiter.

In Jaca angekommen wurde mir gesagt, dass es hier keine Münzwäscherei gibt. Muss morgen also mal schaun, wie ich meine Wäsche gewaschen bekomme.

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Urlaub Nordspanien, Atlantikküste, Tag 8-9

Der Plan war einfach, ich wollte an einen Strand, um zumindest einmal im Atlantik gewesen zu sein, und dann in die Berge. Hab also im Hostel mit google earth die Küste gescannt, bis ich ca. 30km westlich von Santander eine Stelle gefunden habe, die gut aussah.

Als ich dann ankam, hab ich statt der Schotterpiste die Asphaltstraße genommen, die zum “Playa” ausgeschildert war und kam vor einer kleinen Bucht auf einen Parkplatz. Zwar nicht die einsame Bucht, sondern ein Strand mit Spaniern, einem kleinem Lokal, Duschen und was sonst noch dazu gehört. Am Strand waren fast nur Menschen, die ich für einheimisch hielt.

Habe mich dann, nachdem ich im Wasser war, dafür entschieden, nicht weiter in die Berge zu fahren. Erstens, weil Strand auch schön war und zweitens, weil ich erst mal neue Reifen aufziehen lassen wollte, bevor ich wieder in die Kurven fahre. Immerhin hatte der Vorderreifen die unangenehme Tendenz, sich in Rechtskurven “komisch” zu verhalten. Sicher fühlte ich mich damit nicht. Habe also einen Tag im Wasser und am Strand verbracht, gelesen und hatte danach an den Stellen, an die ich mit Sonnencreme nicht rankam, einen Sonnenbrand. Andererseits hat sich gezeigt, wie enorm praktisch mein Kindle war, deutlich leichter als die vergleichbare Menge Bücher, die darauf gespeichert ist.

Ein Strand an der Atlantikküste.

Danach bin ich zurück ins Hostel nach Santander, hab im Supermarkt Abendbrot besorgt und mir einen entspannten Abend mit gutem Essen und schnellem Internet gemacht.

Am nächsten Tag wollte ich Reifen besorgen. In Bilbao. Google spuckte bei der Suche nach Kawasaki und Bilbao ein paar Adressen aus, eine davon ins TomTom und los ging es. Diesmal auf der Autobahn, auf Küstenbergstrecken mit 1000 Dörfern hatte ich keine Lust mehr, erst Reifen besorgen und dann ab in die richtigen Berge. Wenig später fand ich dann einen kleinen, verschlossenen Motorradschrauber in Bilbao. Gegenüber eine kleine Restauration mit ein paar Menschen davor. Auf die Fragen “Kawasaki? Pneumatico?” sagten sie: “Fiesta” und “mañana”.

Ok, einen Tag in Bilbao wollte ich mir nicht geben, dann könnte ich auch im Ruhrpott Urlaub machen. Also, nicht das der Ruhrpott schlimm ist, da wohnen viele nette Menschen, die ich gerne mal besuchen würde, aber egal, einen Tag Bilbao wollte ich nicht. Also das iPhone raus, das dataroaming wieder strapaziert und gesagt: “Wenn die Spanier nicht wollen, dann machen es halt die Franzosen.” Ein wenig Futter und eine Cola später war ich dann auf der Autobahn Richtung Frankreich, um mir in Bayonne Reifen zu besorgen. Dort fand ich dann tatsächlich so eine Mischung aus Louis und Motorradreifenwerkstatt. Die sagten dann auch erst mal “Morgen”, liessen sich aber auf “Heute, 18:00 Uhr” runterhandeln. Also wieder in die Stadt, das Tourist Office finden, was diesmal den Charakter einer Schnitzeljagd hatte, dort die übliche Frage nach der billigsten Übernachtungsmöglichkeit, check-in, Gepäckabwurf und dann zum Reifenhändler. 18:20 war ich dann dran, 19:00 Uhr waren die Reifen drauf und der Laden machte zu. Gerade noch geschafft.

Die Ninja in der Reifenwerkstatt.

Morgen kann es also in die Berge gehen, am Anfang ganz vorsichtig, um die neuen Reifen einzufahren.

Strecke zu Strand und wieder zurück:

Strecke von Santander über die Autobahn nach Bayonne, mit Zwischenstop in Bilbao:

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Urlaub Nordspanien, Atlantikküste, Tag 6-7

Also, San Sebastian mag ja einen tollen Strand haben und ein tolles Nachtleben, aber irgendwie kommt es mir vor wie die Simon-Dach-Straße am Meer. In Groß. Ein anderer Hostelbesucher bestätigte dann auch meine Wahrnehmung. Dort 2 Nächte zu verbringen, war vielleicht keine so gute Idee. Anyway, habe den Tag genutzt, mich um Öl, Kühlwasser, Blinkerbirne etc. zu kümmern. Und um Badesachen zu kaufen.

Nächsten Tag dann nach Santander. Ich wollte schön an der Küste fahren. Hab ich dann auch ein wenig gemacht, nur um festzustellen, dass es echt malerisch sein kann. Allerdings ist die Küste dann doch deutlich dichter besiedelt als das Gebirge, es kommen also ständig Ortschaften, es gibt andere Autos (ja, wirklich!) und dann ist die Strecke zu allem Überfluss ein Nebenweg des Jakobsweges. Andauernd irgendwelche Menschen, die die Bundesstraße zum Wandern benutzen. Dazu noch Gegenverkehr und ich auf der Ninja. Alles in allem keine so prickelnde Erfahrung. Hab dann die Städte über die Autobahn umfahren, aber dafür muss ich nun nicht nach Spanien fahren. Hosten in Santander gut, Internet stabil. Ich will wieder zurück in die Berge.

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Pyrenäen, Tag 3-5

Also, Frankreich hat auch gute Straßen. Zumindest, wenn sie diese für ihre Tour de France brauchen. Und in Spanien gibt es auch schlechte Straßen. Allerdings hab ich das Gefühl, dass die Chance, in Frankreich auf einer Rollsplittpiste zu landen, deutlich größer ist.

Und – die Strecken in Frankreich sind erheblich anspruchsvoller. Engere Kurven, mehr Haarnadelkurven – gefühlt ist das alles deutlich enger ins Gelände gebaut.

Am Donnerstag hat mich das Navi mal wieder auf eine Schotterpiste geführt, diesmal in Spanien. Als ich mit der Maschine einen Bach durchquerte war klar, dass es jetzt nicht mehr weit gehen wird. Einen Kilometer später war dann auch die “Straße” mit Stacheldraht abgesperrt, mit einem kleinem Durchgang für Fußgänger. Anscheinend eine Viehsperre. Auf dem Rückweg dann an der Furt angehalten, dort war der Bach aufgestaut. Habe eine Pause gemacht, bin in echt kaltem Wasser geschwommen, habe mir einen Sonnenbrand geholt.

Ein aufgestauter Gebirgsbach, der tief genug zum baden ist.
Heute (Freitag) habe ich eine Entscheidung getroffen, was das Gepäck betrifft. Ich habe deutlich zu viel Zeugs mit. Nachdem ich alles in den 4. Stock geschleppt habe, hatte ich keine Lust mehr. Habe sortiert, separiert, dann die zwei Packtaschen zugetaped und mit der Post nach Berlin geschickt. Jetzt ist es nur noch der Tankrucksack, die wasserdichte Tasche und ein Schlafsack.

Die Packtaschen bei der Post
Außerdem habe ich heute die Haftungsgrenzen der Motorradreifen kennengelernt. Hatte das Gefühl, dass sie in Rechtskurven schon vor dem Aufsetzen der Fußrasten ein wenig “wubbeln”. Das muss wohl der Grenzbereich gewesen sein; ich werde das nach San Sebastian nochmals genauer untersuchen. Bin dann in einer Rechtskurve geflogen, allerdings vorbildlich, d.h. die Maschine voraus, ich hinterher. Konnte mich beim Rutschen noch auf den Rücken drehen, damit die Schulter nicht so leidet. Ich kam dann auf der Straße zum Stillstand, die Ninja wurde von einem Stück Zaun aufgefangen. Haben beide nur kleinere Kratzer abbekommen.

Zerkratzte Ninja.

Motorradhose nach dem Unfall, leicht lädiert.
Jetzt in San Sebastian. Internet im Hostel ist grottenlangsam. Werde das Wochenende hier verbringen, vielleicht sogar mit Strand und so. Morgen mal eine Badehose und Badelatschen besorgen. Und eine Leuchte für den Blinker.

Strecken:

Tag 3:

Tag 4:

Tag 5:

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Pyrenäen Tag 2

Ok, nachdem ich am Vortag die Europe Offline Map fürs iphone und die Maps fürs TomTom geladen hatte, war ich gerüstet. Ich wollte Kurven, ich wollte Pässe. Ich bekam Kurven: enge Kurven, weite Kurven, langsame Kurven, schnelle Kurven, Unmengen an geilen Kurven!

Es hat ein wenig gebraucht, bis Navi und Maschine aufeinander abgestimmt waren, aber nachdem ich im TomTom bei der Einstellung für kurvenreiche Strecken den Nebenstreckenanteil  minimiert hatte, ging es. Vorher hatte es mir Strecken vorgeschlagen, die einfach tolle Endurostrecken sind, aber für die Ninja deutlich zu unbequem.

Auf einer dieser Nebenstrecken ist dann auch das Gepäck ein wenig verrutscht, sodass ich die eine Tasche mit Gaffa flicken musste:

Ansonsten einfach nur geil. Die Hirnwindungen, die in Berlin komplett verkümmern, konnten wieder aktiv werden, mit jeder Kurve hat es mehr Spaß gemacht. Ennos Ninja wiederum ist derartig kurvengeil, dass es nur eine Freude ist, sie immer tiefer fallen zu lassen und zu erleben, wie ihre Reifen am nagelneuen Asphalt kleben.

In Ainsa angekommen war die Tourist-Info noch offen und konnte mir ein billiges Zimmer in einer einfachen Pension vermitteln. Erstaunlich, wie sehr das Internet an dieser Stelle versagt, die Stadt ist bei fast allen Buchungssystemen ein weißer Fleck.

Strecke, diesmal mit Ausfall in der Mitte:

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Pyrenäen Tag 1

Nach sehr angenehmer Bahnfahrt mit einigen anderen Motorradfahrern in Narbonne angekommen. Die Mitfahrer waren besorgt, da die Straßen nach Süden wegen massiver Flächenbrände gesperrt waren, erst auf dem Entladeterminal kam die erleichternde Mitteilung, dass die Streckensperrungen wieder aufgehoben wurden.

Bin dann nach Carcassonne gefahren, um die Rauchschwaden zu umfahren. Dort gegessen und dann Richtung Spanien. Und dort dann auch mal den “record” Knopf am TomTom betätigt.

Falls sich mal jemand gefragt hat, warum die Franzosen so komische Autos bauen – die Straßen sind die Antwort. Derartig kaputte, von Schlaglöchern übersäte, von Rollsplitt bedeckte Strassen hab ich nicht einmal im tiefsten Brandenburg gesehen. Eine einzige Hölle für Motorradfahrer.

Am Schluss kamen ein paar schöne Kurven, aber dieser Tag hat klar gemacht, wo ich fahre. Und das ist nicht in Frankreich.

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An die Messerstecher und Shitstormer.

Wir haben ein Problem. Wir als Piratenpartei, wir als Piratenpartei Berlin, wir als AGH und BVV Angehörige. Wir als Frontsäue. Wir als aktive Piraten.

Wir bekommen ständig in die Fresse. Niveaulose, haltlose Fundamentalkritik, anonyme Drohungen, Anfeindungen.

Wie werden als Projektionsfläche für Vorurteile genutzt.

Wir kriegen den Wind von vorne und die Messer von hinten.

Auf dem Parteitag hat ein Redner gegen die Mandatsträger und die Altpiraten gehetzt, Keile in die Partei getrieben und hat dafür auch noch Applaus bekommen. (Marcel Jackisch, Crew Guybrush Threepwood)

Und während die Aktiven, die Macher, die Krieger verbrannt und verschlissen werden, diskutieren andere, wie man denn die schüchternen Piraten supporten kann, weil die Starken sind ja stark, denen muss ja niemand helfen.

Hallo? WTF?

Wollt ihr erst bis zum ersten Suizid warten, bis ihr merkt, was ihr anrichtet? Wollt ihr, dass Leute hinschmeißen?

Könnt ihr, die Messerstecher, die Mobber, die Shitstormer, die anonymen BeleidigerInnen, etc. einfach mal produktiv werden?

Oder zumindest die Produktiven arbeiten lassen?

Und, an dieser Stelle noch mal, vielen, epischen, großen Dank an die Vielen, die nicht gemeint sind, die in diversen Squads arbeiten und “uns” vor dem Untergang retten. Ihr seid da, ihr seid viele und ihr seid kaum sichtbar, aber ihr seid wichtig. Danke.

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Einladung an die #gruppe42

Hallo, liebe Gruppe 42.

Es freut mich zu lesen, dass sich die Piraten, die Kernthemen bearbeiten wollen, endlich organisieren und ansprechbar machen. Ich hätte mich natürlich gefreut, eingeladen oder auch angesprochen zu werden, weniger wegen meiner Eitelkeit, eher durch meine Tätigkeit als Vorsitzender des Ausschusses für digitale Verwaltung, Datenschutz und Informationfreiheit im Abgeordnetenhaus von Berlin.

Anyway, wir haben tatsächlich deutlich zu wenig Piraten, die Kernthemen machen. Außerdem haben wir deutlich zu wenig Piraten mit parlamentarischer Erfahrung. Und wir werden deutlich mehr Piraten mit parlamentarischer Erfahrung brauchen.

Ich habe mir die Erstunterzeichnerliste der Gruppe 42 angeschaut und bin auf Personen gestoßen, die mir zuwider sind (zum Glück nur ein Extremfall). Und auf  Personen gestoßen, die ich für fähig und kompetent halte.

Also, liebe Gruppe 42, hiermit lade ich euch zur Mitarbeit ein. Ja, mitarbeiten, Kernthemen, Netzpolitik – in dem Ausschuss für Piratenthemen in einem deutschen Landesparlament!

Es gelten folgende Regeln:

  • Erfolg fällt immer auf die Person zurück, die gearbeitet hat, nie auf die Gruppe.
  • Misserfolge fallen immer auf die verursachende Person und die Gruppe zurück.
  • Es gibt Arbeitsaufträge.
  • Falls ihr was einbringen wollt, muss es vorher erfolgreich im Liquid Feedback abgestimmt werden.

Ich, mein beratendes Ausschussmitglied (Simon Weiss) und mein Fachreferent freuen sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit.

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