Messgenauigkeit prüfen bei Luftfeuchtesensoren.

Beim Experimentieren mit meinen NodeMCU Lolin V3 ESP8266 und Temperatur&Feuchtesensoren las ich, das der von mir verwendete DHT-11 Sensor sehr ungenau sein soll. Dieser war eine Übergangslösung, da ich auf eine Lieferung DHT-22 wartete. Trotzdem wollte ich wissen, wie weite die Sensoren, die ich da bekomme, ‘daneben’ liegen.

Die lässt sich verhältnismäßig einfach prüfen, in dem Mensch den Sensor in einen Raum mit definierter Luftfeuchtigkeit bringt und dann misst. Ich habe dann von dem Versuch abgesehen, einen Teil der Wohnung in eine Klimakammer umzubauen, auch die benötigte Messtechnik hätte den Rahmen gesprengt.

Statt dessen lässt sich ein definierte Klima auch mit Hilfe gesättigter Salzlösungen herstellen, wie auch diese Anleitung zeigt. Wie Mensch der Tabelle entnehmen kann, bleibt die Löslichkeit von Kochsalz weitestgehend über die Temperatur konstant und stellt eine Referenzluftfeuchte von 75% zur Verfügung.

In der Praxis nahm ich ein Marmeladenglas mit etwas Wasser und Siedesalz (sonst für die Salzmühle), rührte dies, bis sich kein Salz mehr löste, hing den Sensor über die Flüssigkeit und verschloss das Ganze mit zwei Lagen Frischhaltefolie:

Während mein neuer DHT-22 nach einigen Stunden exakt 75% relative Feuchte maß, war mein DHT-11 nicht so präzise:

Fazit:

  • Der DHT-11 ist ein Schätzeisen, der DHT-22 recht genau.
  • Es ist recht einfach, Feuchtigkeitssensoren mit Hausmitteln zu prüfen.
  • Ich kann die geprüften Sensoren nun nutzen, um Raumfeuchte zu messen und Schimmelbildung zu verhindern.

Was noch fehlt:

  • Temperatur prüfen (Eiswasser, etc.)
  • BME280 prüfen (kommt in 2018)
  • Mit Magnesiumchloridlösung den unteren Bereich der Skala testen.
This entry was posted in construction, hardware and tagged , , , , . Bookmark the permalink.