Urlaub Nordspanien, Atlantikküste, Tag 8-9

Der Plan war einfach, ich wollte an einen Strand, um zumindest einmal im Atlantik gewesen zu sein, und dann in die Berge. Hab also im Hostel mit google earth die Küste gescannt, bis ich ca. 30km westlich von Santander eine Stelle gefunden habe, die gut aussah.

Als ich dann ankam, hab ich statt der Schotterpiste die Asphaltstraße genommen, die zum “Playa” ausgeschildert war und kam vor einer kleinen Bucht auf einen Parkplatz. Zwar nicht die einsame Bucht, sondern ein Strand mit Spaniern, einem kleinem Lokal, Duschen und was sonst noch dazu gehört. Am Strand waren fast nur Menschen, die ich für einheimisch hielt.

Habe mich dann, nachdem ich im Wasser war, dafür entschieden, nicht weiter in die Berge zu fahren. Erstens, weil Strand auch schön war und zweitens, weil ich erst mal neue Reifen aufziehen lassen wollte, bevor ich wieder in die Kurven fahre. Immerhin hatte der Vorderreifen die unangenehme Tendenz, sich in Rechtskurven “komisch” zu verhalten. Sicher fühlte ich mich damit nicht. Habe also einen Tag im Wasser und am Strand verbracht, gelesen und hatte danach an den Stellen, an die ich mit Sonnencreme nicht rankam, einen Sonnenbrand. Andererseits hat sich gezeigt, wie enorm praktisch mein Kindle war, deutlich leichter als die vergleichbare Menge Bücher, die darauf gespeichert ist.

Ein Strand an der Atlantikküste.

Danach bin ich zurück ins Hostel nach Santander, hab im Supermarkt Abendbrot besorgt und mir einen entspannten Abend mit gutem Essen und schnellem Internet gemacht.

Am nächsten Tag wollte ich Reifen besorgen. In Bilbao. Google spuckte bei der Suche nach Kawasaki und Bilbao ein paar Adressen aus, eine davon ins TomTom und los ging es. Diesmal auf der Autobahn, auf Küstenbergstrecken mit 1000 Dörfern hatte ich keine Lust mehr, erst Reifen besorgen und dann ab in die richtigen Berge. Wenig später fand ich dann einen kleinen, verschlossenen Motorradschrauber in Bilbao. Gegenüber eine kleine Restauration mit ein paar Menschen davor. Auf die Fragen “Kawasaki? Pneumatico?” sagten sie: “Fiesta” und “mañana”.

Ok, einen Tag in Bilbao wollte ich mir nicht geben, dann könnte ich auch im Ruhrpott Urlaub machen. Also, nicht das der Ruhrpott schlimm ist, da wohnen viele nette Menschen, die ich gerne mal besuchen würde, aber egal, einen Tag Bilbao wollte ich nicht. Also das iPhone raus, das dataroaming wieder strapaziert und gesagt: “Wenn die Spanier nicht wollen, dann machen es halt die Franzosen.” Ein wenig Futter und eine Cola später war ich dann auf der Autobahn Richtung Frankreich, um mir in Bayonne Reifen zu besorgen. Dort fand ich dann tatsächlich so eine Mischung aus Louis und Motorradreifenwerkstatt. Die sagten dann auch erst mal “Morgen”, liessen sich aber auf “Heute, 18:00 Uhr” runterhandeln. Also wieder in die Stadt, das Tourist Office finden, was diesmal den Charakter einer Schnitzeljagd hatte, dort die übliche Frage nach der billigsten Übernachtungsmöglichkeit, check-in, Gepäckabwurf und dann zum Reifenhändler. 18:20 war ich dann dran, 19:00 Uhr waren die Reifen drauf und der Laden machte zu. Gerade noch geschafft.

Die Ninja in der Reifenwerkstatt.

Morgen kann es also in die Berge gehen, am Anfang ganz vorsichtig, um die neuen Reifen einzufahren.

Strecke zu Strand und wieder zurück:

Strecke von Santander über die Autobahn nach Bayonne, mit Zwischenstop in Bilbao:

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