Pyrenäen, Tag 3-5

Also, Frankreich hat auch gute Straßen. Zumindest, wenn sie diese für ihre Tour de France brauchen. Und in Spanien gibt es auch schlechte Straßen. Allerdings hab ich das Gefühl, dass die Chance, in Frankreich auf einer Rollsplittpiste zu landen, deutlich größer ist.

Und – die Strecken in Frankreich sind erheblich anspruchsvoller. Engere Kurven, mehr Haarnadelkurven – gefühlt ist das alles deutlich enger ins Gelände gebaut.

Am Donnerstag hat mich das Navi mal wieder auf eine Schotterpiste geführt, diesmal in Spanien. Als ich mit der Maschine einen Bach durchquerte war klar, dass es jetzt nicht mehr weit gehen wird. Einen Kilometer später war dann auch die “Straße” mit Stacheldraht abgesperrt, mit einem kleinem Durchgang für Fußgänger. Anscheinend eine Viehsperre. Auf dem Rückweg dann an der Furt angehalten, dort war der Bach aufgestaut. Habe eine Pause gemacht, bin in echt kaltem Wasser geschwommen, habe mir einen Sonnenbrand geholt.

Ein aufgestauter Gebirgsbach, der tief genug zum baden ist.
Heute (Freitag) habe ich eine Entscheidung getroffen, was das Gepäck betrifft. Ich habe deutlich zu viel Zeugs mit. Nachdem ich alles in den 4. Stock geschleppt habe, hatte ich keine Lust mehr. Habe sortiert, separiert, dann die zwei Packtaschen zugetaped und mit der Post nach Berlin geschickt. Jetzt ist es nur noch der Tankrucksack, die wasserdichte Tasche und ein Schlafsack.

Die Packtaschen bei der Post
Außerdem habe ich heute die Haftungsgrenzen der Motorradreifen kennengelernt. Hatte das Gefühl, dass sie in Rechtskurven schon vor dem Aufsetzen der Fußrasten ein wenig “wubbeln”. Das muss wohl der Grenzbereich gewesen sein; ich werde das nach San Sebastian nochmals genauer untersuchen. Bin dann in einer Rechtskurve geflogen, allerdings vorbildlich, d.h. die Maschine voraus, ich hinterher. Konnte mich beim Rutschen noch auf den Rücken drehen, damit die Schulter nicht so leidet. Ich kam dann auf der Straße zum Stillstand, die Ninja wurde von einem Stück Zaun aufgefangen. Haben beide nur kleinere Kratzer abbekommen.

Zerkratzte Ninja.

Motorradhose nach dem Unfall, leicht lädiert.
Jetzt in San Sebastian. Internet im Hostel ist grottenlangsam. Werde das Wochenende hier verbringen, vielleicht sogar mit Strand und so. Morgen mal eine Badehose und Badelatschen besorgen. Und eine Leuchte für den Blinker.

Strecken:

Tag 3:

Tag 4:

Tag 5:

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2 Responses to Pyrenäen, Tag 3-5

  1. 8undaf says:

    schon wieder was zum flicken 😉

    • alx says:

      Die Hose kann man nicht wirklich einfach flicken. Das sind 2 Schichten, davon eine Cordura und die andere Goretex. Das Goretex müsste man kleben oder schweissen, beim Cordura bin ich mir nicht sicher. Außer dem fehlen da halt auch einfach Teile, zum Teil ist selbst der Protektor angeschliffen.

      Andererseits ist gerade das Cordura Zeugs ein hervorragendes Material, um vorhandene Klamotten zu verstärken, es gehört immer hin zu den abriebfestesten Materialen, die es im Handel gibt. Durch verstärkung der typischen Scheuerstellen an Klamotten kann man ihre Lebensdauer massiv erhöhen.

      Wie und an welcher Stelle sich die verbleibende Goretex Membran verarbeiten lässt wird auch interessant.

      Also eher was für die klamottenhacking Materialkiste.

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