Was habe ich angezogen, als ich im Winter über die Alpen gefahren bin.

Ich wollte Motorradfahren. Jetzt. Auf trockenen Straßen und geilen Kurven. Das geht im Februar in Berlin schlecht. Also musste ich woanders hin. In den Süden. Eine kurze Anfrage an die DB-Autozug ergab, das es die ideallösung (Berlin-Bozen) nicht mehr gab, also hab ich mich auf die Warteliste setzen lassen. 2 Tage später ein Rückruf, es gäbe noch Plätze von Berlin nach Schwarzach und von Innsbruck nach Berlin. Hab’ ich “ja” gesagt. Damit stand fest, ich muss über die Alpen. Zwei mal.

Habe dann, als ich unterwegs war, eine Bilderstrecke gemacht, die zeigt, wie viele und was für Schichten ich übergezogen hab, um das zu überleben.

Wichtig ist, 5 minuten vor dem Ankleiden die Fenster aufzumachen und gut abzukühlen, sonst schwitzt man sich bereits auf halben Weg zu Tode.

Der Ausgangspunkt, Socken und Unterwäsche, T-shirt.

Darüber eine praktische Thermounterhose, die ich mir mal zum Winterfahrradfahren bei Camp4 an der Stalinallee gekauft habe.

Als nächste die Unterwäsche aus Merinowolle, soll auch warm halten.

Unten deutlich zu sehen, lange Socken, fast Kniestrümpfe aus Funktionstextil.

Der Trick: eine Rettungsdecke, die mich untenrum noch mal vor Kälte schützt.

Da kommt dann die Motorradhose rüber.

Dazu dann ein Nierengurt.

Und Wollsocken.

Und dann kommen auch schon die Stiefel. Da hab’ ich mir ein paar fette Reiseendurostiefel gekauft, weil die so groß und verstellbar sind, das ich da auch mit 3 Paar Socken reinpasse. Außerdem sind die deutlich steifer als meine anderen Stiefel, das gibt zusätzliche Sicherheit.

Obenrum ist noch viel potential, also eine Fleecejacke, die neue von der Fraktion.

Dann eine Rukka Windstopperjacke.

Die Sturmhaube mit Lätzchen und Kragen war sehr hilfreich, ich musste sie Streckenweise (bei unter -10°C) noch mit einem Tuch verstärken.

Und am Schluß dann die Motorradjacke.

Damit ist dann nicht Schluß, ich bin damit dann 20-50km durch die Kälte gefahren, um wieder ein wenig abzukühlen und dann noch einmal einen Regenschutz überzuziehen.

Als ich dann durch Österreich zurück gefahren bin und es -10 bis -15°C waren, hat es gereicht, alle 70-100km anzuhalten um mich aufzuwärmen.

Weitere Hilfmittel:

  • Die dicksten kaufbaren “Paarhufer” Handschuhe.
  • Lenkerstulpen.
  • Heizgriffe.

Wenn ich so was noch mal machen werde, dann besorge ich mir glaub ich noch Heizsocken, weil die Füße das erste waren, was kalt wurde.

Fazit: Winterfahren als Selbstzweck ist mir zu krass, aber wenn es ein Ziel gibt, ist alles machbar.

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